- Zum Liquid selber mischen brauchst du eine Base, ein Aroma, bei Bedarf Nikotinshots und etwas Mischzubehör.
- Die Aromamenge gibst du in % der Gesamtmenge an. Starte am unteren Ende der Herstellerempfehlung.
- Eine 50/50-Base passt zu Pod-Systemen und MTL, eine 70/30-Base zu dampfstarken DL- und Sub-Ohm-Geräten.
- Die Nikotinstärke berechnest du aus Shot-Menge, Shot-Stärke und fertiger Gesamtmenge.
- Beim Mischen gelten klare Sicherheitsregeln: Handschuhe tragen, Aromen nie pur dampfen, alles kindersicher lagern.
Was brauchst du, um Liquid selber zu mischen?
Für das Mischen von Liquid reichen vier Dinge: eine geschmacksneutrale Base aus Propylenglykol (PG) und pflanzlichem Glycerin (VG), ein Aroma für den Geschmack, bei Bedarf Nikotinshots und passendes Zubehör wie Leerflaschen, am besten mit Skala und dichtem Schraubverschluss, sowie einen Messbecher und Spritzen oder Pipetten für kleine Aromamengen. Dazu kommen Einweghandschuhe, eine abwischbare Unterlage und Etiketten zum Beschriften.
Bei Highendsmoke findest du die Zutaten und das Zubehör in der Kategorie „Flaschen und Messbecher“ sowie Basen, Nikotinshots und Aromen.
Set erstellen zum Liquid selber mischen: Was gehört in dein eigenes Set?
Ein komplettes Set zum Liquid selber mischen besteht aus denselben Bausteinen: Base, Aroma, Nikotinshots und Mischzubehör. Wir stellen dir die Zutaten einzeln zur Verfügung, sodass du dein Set passend zu deinem Gerät zusammenstellst. Bei der Base wählst du zwischen 50/50 und 70/30. Die Nikotinshots gibt es mit 20 mg/ml als klassische Variante und als Nikotinsalz-Shot. Dazu suchst du dir ein Aroma aus.
Für den ersten Versuch lohnt sich eine kleine Menge, etwa 10 ml. So probierst du ein neues Aroma aus, ohne gleich eine große Flasche anzumischen. Willst du das Dosieren vereinfachen, dann greife am besten zu einem Longfill. Dabei steckt das Aroma bereits in einer größeren Flasche und du füllst nur noch Base und Shots auf.
Wie funktionieren Aromen zum selber mischen?
Ein Aroma ist ein Konzentrat, das deinem Liquid sein Geschmacksprofil gibt. Die Dosierung hängt vom Hersteller ab und liegt je nach Aroma meist zwischen 3 und 15 % der Gesamtmenge. Orientiere dich beim ersten Mischen am unteren Ende der Angabe. Du kannst Aroma später noch ergänzen, zu viel davon bekommst du aber nicht wieder heraus. Eine höhere Dosierung macht ein Liquid nicht aromatischer, sondern kippt schnell ins Künstliche und Aufdringliche.
Auch die Base spielt mit hinein. Je höher der VG-Anteil, desto mehr Aroma braucht ein Liquid für vollen Geschmack, denn PG trägt den Geschmack besser. Unverdünnt gehört ein Aroma nie in die E-Zigarette.
Bei unseren Aromen findest du klassische Aromen und Longfills von Herstellern wie Antimatter, Big Bottle Flavours, Dampflion, Must Have, OWL und Revoltage. Longfills sind überwiegend Flaschen mit 60 oder 120 ml, in denen bereits 10 ml Aroma stecken. Wie sie sich von Shortfills und Fertigliquids unterscheiden, erklärt unser Beitrag zu Longfill, Shortfill und Fertigliquid.
Welche Base passt: 50/50 oder 70/30?
Das Verhältnis aus PG und VG entscheidet, wie dünn- oder dickflüssig dein Liquid ausfällt. 50/50 steht für je 50 % PG und VG. Diese Base fließt zuverlässig nach und passt zu Pod-Systemen und MTL-Verdampfern. Bei 70/30 bestehen 70 % aus VG und 30 % aus PG. Das Liquid ist dickflüssiger und liefert mehr Dampf, braucht dafür aber einen Verdampfer mit gutem Nachfluss. In DL- und Sub-Ohm-Geräten ist das üblich. In einem kleinen Pod läuft eine 70/30-Base dagegen schlecht nach und kann verbrannt schmecken.
Willst du eine 70/30-Base mischen, achte darauf, dass auch der Nikotinshot zum Verhältnis passt. Der Basisanteil eines Shots bringt sein eigenes PG/VG-Verhältnis mit, und das sollte zu deiner Base passen. Bei uns bekommst du Basen in 50/50 und 70/30, die Nikotinshots gibt es ebenfalls in beiden Varianten.
Wie berechnest du Aroma, Base und Nikotinshots?
Zuerst legst du die Zielmenge fest. Aroma, Nikotinshots und Base ergeben zusammen genau diese Menge. Die Aromamenge errechnest du aus der Prozentangabe: Für 50 ml Liquid mit 3 % Aroma sind das 1,5 ml. Diese Menge ziehst du von der Base ab, sodass du 48,5 ml Base brauchst.
Bei Nikotin rechnest du mit den Shots. Ein Shot enthält 10 ml mit 20 mg/ml. Das entspricht 200 mg Nikotin. Gesetzlich dürfen nikotinhaltige Flüssigkeiten nur in Gebinden bis 10 ml und mit höchstens 20 mg/ml verkauft werden. Deshalb gibt es Basen nur ohne Nikotin und Shots in dieser Größe.
Ein Beispiel: Du möchtest 100 ml Liquid mit 10 % Aroma und 3 mg/ml Nikotin. Dafür brauchst du 10 ml Aroma und 15 ml Nikotinshot mit 20 mg/ml. Mit 75 ml Base ergibt das 100 ml. Weitere Stärken findest du in der Mischtabelle auf unserer DIY-Seite. Ein Liquid-Rechner nimmt dir die Rechnerei ab und verhindert Fehler.
So mischst du dein Liquid Schritt für Schritt
Lege alle Zutaten und das Zubehör bereit und ziehe Handschuhe an. Berechne zuerst, wie viel Aroma, Nikotinshot und Base du brauchst. Fülle danach das Aroma in die Mischflasche, gib die Nikotinshots dazu und fülle mit Base bis zur Zielmenge auf. Verschließe die Flasche fest und schüttle sie ein bis zwei Minuten kräftig, damit sich alles gleichmäßig verteilt. Notiere auf der Flasche, was drin ist, wie stark es ist und wann du es angemischt hast. Fehlt das Etikett, weißt du nach kurzer Zeit nicht mehr, was in welcher Flasche steckt.
Wie lange muss selbst gemischtes Liquid reifen?
Das hängt vom Aroma ab. Fruchtige und frische Aromen sind oft nach wenigen Tagen dampfbar. Dessert-, Creme- und Tabakaromen entfalten sich häufig erst nach einer oder nach mehreren Wochen. Manche Aromen, vor allem überdosierte Varianten, kannst du auch direkt nach dem Mischen verwenden. Die Herstellerangabe zählt hier. Lagere das Liquid während der Reifezeit kühl, dunkel, trocken und gut verschlossen. Wie lange sich ein fertiges Liquid hält, kannst du in unserem Beitrag zur Haltbarkeit von Liquid nachlesen.
Was musst du beim Liquid selber mischen beachten?
Nikotin gelangt auch durch Hautkontakt in den Körper. Trage deshalb beim Mischen Einweghandschuhe, arbeite auf einer sauberen Unterlage und nimm verschüttete Flüssigkeit sofort auf. Verwende nur Zutaten, die für E-Liquids bestimmt sind, und keine zweckfremden Flüssigkeiten.
Jetzt Liquid selber mischen mit den Produkten von Highendsmoke
Mit Base, Aroma, Nikotinshots und etwas Zubehör ist dein eigenes Liquid schnell angemischt. Starte mit einer kleinen Menge und taste dich an die Dosierung und die Reifezeit heran. Bei Highendsmoke findest du die dafür benötigten Utensilien im Shop. Ab 49 € liefern wir versandkostenfrei und verschicken in der Regel innerhalb von 1 bis 2 Werktagen. Jetzt stöbern und dein erstes Liquid mischen!
Häufige Fragen zum Liquid selber mischen
Kann ich Aroma pur dampfen?
Nein. Ein Aroma ist ein Konzentrat und kommt nur verdünnt in die E-Zigarette, also gemischt mit Base.
Warum schmeckt mein selbst gemischtes Liquid künstlich?
Meist ist das Aroma zu hoch dosiert. Weitere Gründe sind eine zu kurze Reifezeit oder ein PG/VG-Verhältnis, das nicht zum Gerät passt. Probiere beim nächsten Mal eine niedrigere Dosierung und gib dem Liquid mehr Zeit.
Kann ich Nikotinsalz-Shots zum Mischen nehmen?
Ja, sofern sie für E-Liquids geeignet sind. Nikotinsalz wirkt auf viele Dampfer milder im Hals und passt besonders zu MTL- und Pod-Systemen. Klassische Shots mit Freebase-Nikotin fühlen sich etwas kratziger an.
Kann ich fertige Liquids miteinander mischen?
Ja, so entstehen eigene Kombinationen aus Tabak-, Frucht-, Dessert- oder Menthol-Liquids. Da sich Aromen unterschiedlich verhalten, solltest du zuerst kleine Mengen testen.
Was unterscheidet Longfill und Shortfill?
Beim Longfill gibst du Base zum Aroma. Ein Shortfill enthält bereits ein nikotinfreies Liquid, das du nur noch mit Nikotinshots auffüllst. Shortfills sind seit der Liquidsteuer deutlich seltener geworden.
Wie lagere ich meine Zutaten und gemischten Liquids?
Kühl, dunkel, trocken und fest verschlossen. Beschriftete Flaschen helfen dir, Rezepte nachzuvollziehen.